Video-Konferenz

In Zeiten der COVID-19 Pandemie müssen viele Unternehmen und Praxen überlegen, wie sie den Betrieb zumindest einigermaßen aufrecht erhalten und mit Kunden und Kollegen kommunizieren können. Ein probates Mittel dazu ist die Videokonferenz oder der Video-Chat. Auf dem Markt tummeln sich zahlreiche Anbieter und bieten ihre Softwareprodukte günstig oder sogar umsonst an. Den Überblick zu behalten fällt da schwer. Neben der Funktionalität, der Anzahl der Teilnehmer usw. sollte ein ganz wichtiger Punkt beachtet werden, der Datenschutz. Gerade im Bereich des Gesundheitswesens kann es nicht vermieden werden, dass bei diesen Video-Konferenzen auch Gesundheitsdaten genannt werden. Nun kommt der Großteil der Anbieter aus den USA, einem Drittland in dem die EU-Datenschutzgrundverordnung nicht gilt. Einfach ein solches Programm zu benutzen ohne sich Gedanken über den Datenschutz zu machen wäre sicherlich grob fahrlässig. Auch das Abschließen rechtskräftiger Verträge ist mit Unternehmen, die Ihren Sitz in den USA haben, nicht einfach. Praktikabler ist es daher sich ein Unternehmen zu suchen welches seinen Sitz in der EU hat und bei dem die Server für die Kommunikation auch in der EU stehen. Die „Königslösung“ wäre sicherlich ein Unternehmen aus Deutschland mit Serverstandort in Deutschland, mit dem nicht nur ein Vertrag zu Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO geschlossen werden kann, sondern auch deutsche Telekommunikationsgesetze gelten. Auch wir haben mal recherchiert und als Beispiel die Telefonkonferenzsoftware „spreed“ der Struktur AG aus Stuttgart gefunden. Das Produkt kommt aus Deutschland und bietet einen deutschen Serverstandort, auch ein AV Vertrag kann unkompliziert geschlossen werden. Wie gesagt, es ist nur ein Beispiel und es gibt sicherlich weitere „sichere“ Anbieter.   30.03.2020 JK